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Nie dagewesenes Rekord-Ergebnis beim Sponsorenlauf am Waltroper THG

Nie dagewesenes Rekord-Ergebnis beim Sponsorenlauf am Waltroper THG

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung von T. Bartel:

Dieses Ergebnis ist zumindest in der Region einmalig: 38.555 Euro für die Ukraine-Flüchtlinge hat eine Spendenaktion am Theodor-Heuss-Gymnasium eingebracht. Jetzt wurden die Schecks überreicht.

Das ist wirklich phantastisch, was ihr da auf die Beine gestellt habt“, schwärmt Susanne Schildknecht als Vertreterin der Kinder-Hilfsorganisation Unicef am Donnerstag (23. 6.) am Theodor-Heuss-Gymnasium. „Als ich die Nachricht von Eurer tollen Leistung erhielt, dachte ich zuerst an einen Schreibfehler“, meint sie bei der Spendenübergabe. Aber, nein, die Zahl stimmt: 38.555 Euro sammelten die THG-Schülerinnen und Schüler über einen Sponsorenlauf für Ukraine-Flüchtlinge ein. Das sei rekordverdächtig!

Ein Blick zurück auf den 21. März: Damals – rund vier Wochen nach dem Angriff der russischen Armee auf die Ukraine – hatte die Sportvertretungslehrerin Melissa Ostermann die Idee, zum Sponsorenlauf im Hirschkampstadion aufzurufen. Die Corona-Lockerungen ließen dies endlich wieder zu. Rund 800 Schülerinnen, Schüler und Pädagogen waren mit dabei und warben fleißig Spendengelder in der Familie, bei Nachbarn und auch bei Waltroper Unternehmen ein. „Das war eigentlich schnell organisiert und lief zunächst wie am Schnürchen“, erinnert sich ihre Kollege Georg Rupieper. „Dass dabei eine so hohe Summe herausspringen würde, damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet.“

„Sportkanonen“ drehten 41 Runden im Stadion

Doch die Gymnasiasten zogen voll mit: Da waren etwa die Geschwister Lara (11) und Mia (13) Peter, die beide allein jeweils mehr als 1000 Euro zusteuerten, weil sie bei Unternehmen, vorwiegend im Gewerbepark an den Zeche, vorstellig wurden. Und die beiden „Sportskanonen“ Liam Polus (Rudern) und Noah Pebler (Fußball) absolvierten sage und schreibe 41 Runden auf der 400 Meter langen Laufrunde. „Das verlangt Respekt“, erklärt Sportlehrer Georg Rupieper.

Dass es bis zur heutigen Spendenübergabe drei Monate gedauert hat, führt Georg Rupieper auf die gründliche deutsche Bürokratie zurück, die viel Arbeit beschert habe: „Denn die Ausstellung der Spendenbescheinigungen für die Firmen mussten über den THG-Förderverein laufen, da nur er und nicht die Schule steuerbegünstigt ist. Und die große Bargeldsumme, die die Klassenlehrer eingesammelt hatten, wurde von der Bank erst einmal auf Schwarzgeld-Verdacht überprüft“, berichtet er. Aber nun steht die Aufteilung fest: 34.000 Euro werden an die Unicef überwiesen, 3600 Euro an die örtliche Flüchtlingshilfe fließen und 955 Euro für die neue Willkommensklasse am THG eingesetzt.

Unicef-Vertreterin berichtet von Unterricht in U-Bahn-Schächten

Und wie wird das Geld nun konkret von Unicef verwendet? „Wir haben noch rund 100 Mitarbeiter im Land, die zahlreiche Hilfestellungen geben“, erklärte Susanne Schildknecht. „Sie sorgen für medizinische Ausrüstung in zerstörten Kliniken, für Nahrungsmittel, für die Betreuung auf der Flucht und organisieren sogar Schulunterricht in den U-Bahn-Schächten, wo die Menschen in den Frontstädten wegen der Luftangriffe ausharren müssen“, erzählt die Recklinghäuserin.

Ganz wichtig seien dicke Decken (Kostenpunkt 5 Euro), damit die Kinder, die auf der Erde schlafen müssten, nicht krank werden. Außerdem würden Tornister verteilt und Taschenlampen ausgegeben, damit trotz häufigen Stromausfalls noch gelesen und gelernt werden könne. „Wir benötigen jeden Cent“, betonte Susanne Schildknecht. Eine Urkunde von Unicef, kündigte sie an, werde noch nachgeliefert, da sie kürzlich leider erkrankt war. Und auch ein Notpaket will sie vorbeibringen, damit die THG-Schülerinnen und -Schüler sehen können, wie Unicef die Kinder vor Ort ausstattet.

Dr. Donner sagt Danke für die Waltroper Flüchtlingshilfe

Einen herzlichen Dank überbrachte Dr. Marcel Donner für die Waltroper Flüchtlingshilfe: Auch hier kommt das Geld jungen Menschen aus der Ukraine zu gute – etwa bei der Anschaffung eines Instruments für ein Musiktalent oder von Fußballschuhen für eine Kicker-Hoffnung. „Das THG hat mit dem Sponsorenlauf einen Meilenstein gesetzt“, fassen Sonja Leukefeld und Melanie Awadalla von der Schulleitung am Ende der Spendenübergabe stolz zusammen.

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