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Sinti und Roma in Deutschland

Roman Franz

Ein Interview mit Roman Franz, dem Vorstandsmitglied im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, über Vorurteile, Rassismus und Ausgrenzung

Von Ina Maschewski

Denkt ihr manchmal darüber nach, ob ihr euch diskriminierend verhaltet? Um Leute zu diskriminieren, muss man das nicht absichtlich machen. Oft sind es auch Sätze, die einem selbst total normal vorkommen, die andere Menschen verletzen. Oder ihr habt Vorurteile gegenüber Menschen, die ihr gar nicht kennt. Habt ihr euch schon mal gefragt woher diese Vorurteile kommen?

In Deutschland leben Menschen, deren Vorfahren die letzten 600 Jahren Diskriminierung und Rassismus ausgesetzt waren. Sie werden von manchen Menschen als fremd betrachtet oder als Migranten. Den meisten Menschen sind sie unter der diskriminierenden Bezeichnung „Zigeuner“ (Z-Wort) bekannt. Diese Fremdbezeichnung ist jedoch ein Mittel, um sie zu degradieren. Stattdessen sind es Sinti und Roma. Sinti sind Menschen, deren Vorfahren teilweise bereits vor 600 Jahren nach Deutschland gekommen sind. Trotzdem werden sie von der Mehrheitsgesellschaft abgelehnt. Es gab seit dem 15. Jahrhundert immer wieder Vorurteile, die sich auch im 21. Jahrhundert nicht geändert haben. Es kommt immer wieder zu den Behauptungen, sie seien kriminell, ungebildet und arm. Zusammen mit den Roma – eine Gruppe, die hauptsächlich in süd- und osteuropäischen Ländern aber auch in Deutschland lebt – erlitten sie das gleiche Schicksal im Nationalsozialismus. Neben den Juden wurden nämlich auch über 500.000 Sinti und Roma in den Konzentrationslagern ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Behandlung ihnen gegenüber kaum, außer, dass es keine Deportationen in Lager mehr gab.

Zum Hören: Interview mit Roman Franz

Ihr möchtet wissen was Elvis Presley oder Charlie Chaplin mit den Sinti und Roma zu tun haben? Oder wollt mehr über die die Vergangenheit und die Lebenssituation der Sinti und Roma in Deutschland erfahren?

Dann hört euch das Interview mit Roman Franz an und schaut euch die Ausstellung im Foyer des THGs an:

(Interview mit Roman Franz)

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