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Exkursion zum Braunkohletagebau „Garzweiler“ im Rheinischen Braunkohlerevier

Exkursion zum Braunkohletagebau „Garzweiler“ im Rheinischen Braunkohlerevier

Ein Beitrag von Inga Humer (Q1):

Am Donnerstag, den 16.05.2019 machten sich die beiden Erdkundekurse der EF mit Herrn Miezal und Herrn Kettenhofen auf den Weg nach Grevenbroich-Frimmersdorf, um dort den Braunkohletagebau „Garzweiler“ im Rheinischen Revier zu besichtigen. Der Tagebau Garzweiler wird von der RWE Power AG betrieben und befindet sich ca. 35 km südöstlich von Düsseldorf. Garzweiler ist einer der drei Großtagebaue im rheinischen Braunkohlerevier

Zunächst wurde der Ort Erkelenz, ein kleines Dorf, das aufgrund des Braunkohleabbaus von einer Umsiedlung betroffen ist, besichtigt. Die Umsiedlungsmaßnahmen sind sehr umstritten und es gibt auch immer wieder Proteste der Bewohner, da viele nicht damit einverstanden sind, ihre Heimat zu verlassen, damit dort Braunkohle abgebaut werden kann. Im Unterricht wurden die Problematik „Umsiedlungen“ bereits kritisch beleuchtet und nun bot sich nochmal die Gelegenheit, die Situation eines solchen Dorfes selbst zu erleben.

Nach diesen ersten Eindrücken ging es dann weiter nach Grevenbroich-Frimmersdorf und im Informationszentrum des Energiekonzerns RWE gab es eine kleine Einführung. Der Vortrag wurde von Nicole Börn gehalten, die seit 15 Jahren Besucherbetreuerin vor Ort ist und daher viele grundlegende Informationen zum Thema Braunkohlegewinnung und zur Rekultivierung mitteilen konnte.

Nach diesen theoretischen Ausführungen schloss sich eine dreistündige Tour mit dem Bus durch den Tagebau Garzweiler an. Der Weg führte an kilometerlangen Förderbändern und großen Maschinen entlang.

Zwischendurch wurde auch angehalten, um bestimmte Stellen noch näher zu betrachten, wie beispielweise die großen Baggerschaufeln. Bei einem Halt am Garzweiler Skywalk, einer Aussichtsplattform, hatte man einen beeindruckenden Blick in den bis zu 200m tiefen Tagebau. Die vorher am Modell erläuterten Abbau- und Verkippungsseiten waren von hier deutlich zu erkennen. Highlight des Tages war die anschließende Fahrt direkt in den Tagebau hinein. Dadurch wurde uns ein direkter Einblick in das Geschehen ermöglicht. Auch den riesigen Bagger konnten wir aus nächster Nähe betrachten.

Die Renaturierungserfolge konnte man im Anschluss sehen. Der Bus fuhr durch rekultivierte Flächen, auf welchen die RWE unter anderem Windkraftanlagen betreibt, um der Nachfrage nach regenerativen Energien gerecht zu werden. Einige Gebiete haben zum einen einen forstwirtschaflichen und zum anderen einen landwirtschaftlichen Nutzen, andere Teile werden zukünftig auch als Seen umgestaltet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Eindrücke des Tages den Schülerinnen und Schülern eine kritische Betrachtung des Braunkohleabbaus im Hinblick auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales veranschaulicht haben.

Auf dem Skywalk

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