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Abi nach neun Jahren: „Die Zeit ist ein Geschenk“

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Wenn Ende August nach den großen Ferien die Schule wieder anfängt, dann gehen auch wieder Schüler zum Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), die das Abitur nach „G9“ – also nach neun Schuljahren am Gymnasium – machen. Die THG-Schulleitung ist froh, dass es so kommt. Aber der Wechsel von G8 auf G9 bringt auch Änderungen mit sich.

Zum Beispiel müssen wieder neue Schulbücher her, denn der Stoff verteilt sich ja künftig auf neun Gymnasiums-Jahre und nicht mehr auf acht. Die Entwürfe für die neuen Lehrpläne lägen schon seit einiger Zeit vor, sagt THG-Schulleiterin Sonja Leukefeld ( kl. Foto ), sie seien aber noch in der Überarbeitung. Im April sollen sie finalisiert werden. „Aber wir wachsen da rein“, ist Sonja Leukefeld sich sicher.

Schließlich ist nicht auf einen Schlag „die ganze Schule G9“, sondern die Jahrgänge fünf und sechs fangen damit im Schuljahr 2019/20 an. Die Schüler, die im Sommer in die fünfte Klasse kommen, machen im Jahr 2028 ihr Abitur. Im Jahr 2026 kommt es indes zu einem Kuriosum: Dann gibt es gar kein Abitur, weil der letzte G8-Jahrgang 2025 die Schule verlässt und ersten G9er, also die Sechstklässler des Schuljahres 2019/20, erst 2027 ihr Abi machen. Aber was ist mit denjenigen, die das Abitur im Jahr 2025 nicht packt? Man werde die Schüler eng betreuen, sagt Sonja Leukefeld. Ohnehin seien es immer nur verschwindend wenige, die das Abitur nicht schafften.

Sonja Leukefeld und ihre Stellvertreterin Melanie Awadalla sind vor allem froh, dass sie und ihre Kollegen jetzt für die pädagogische Arbeit mehr Zeit haben, mehr Zeit, um Lernstoffe einzuüben und mehr Zeit, das Schulprofil zu schärfen. Das würden sicher auch die Universitäten merken, meint Sonja Leukefeld. Dort gebe es mittlerweile zu beinahe jedem Studiengang Vorkurse oder Übungsangebote, um den notwendigen Stoff aufzuarbeiten und zu festigen. „Wir gewinnen dadurch“, sagt die Schulleiterin. „Mehr Zeit – das ist doch ein Geschenk, ein wertvolles Gut in unserer heutigen Zeit“, findet sie.

Auch die Eltern hätten sich vielfach erleichtert gezeigt, dass ihre Kinder jetzt nicht mehr durch die Schulzeit rasten, sondern Zeit hätten, ihre Potenziale zu entfalten.

Leukefeld sieht auch den AG-Bereich (Arbeitsgemeinschaften) als Gewinner von G9: Schon jetzt gebe es sehr viele AGs am THG, aber die Arbeit könne dann unter G9-Bedingungen noch ganz anders gelebt werden.

Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit dem G8/G9-Wechsel sind die Räume. Einige Räume sind am THG mittlerweile anderen Zwecken gewidmet. So befindet sich jetzt auch das Stadtarchiv im Schulgebäude, außerdem stehen eine Mensa und ein Bistro bereit. Zudem seien Computerräume früher nicht in dem Maße ein Thema gewesen. Jetzt schon. Und einfach zurück zur alten, Vor-G8-Zeit kann man nicht – zumal sich auch die Vorgaben für die Raum-Größen geändert hätten.

Es habe eine Abfrage des Schulministeriums bei den Gymnasien gegeben, wie viel Raum vorhanden ist, berichtet Leukefeld. Es solle Geld für Räume zur Verfügung gestellt werden. Schließlich sind am Ende mehr Klassen und mehr Schüler an der Schule. Wie viel Geld es gebe, wofür und wann, sei aber noch nicht klar.

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