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Unter „richtig krassen Physikern“

Unter „richtig krassen Physikern“

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

THG-Schülerin Amelie Coumans (17) hat ein Praktikum am CERN in der Schweiz gemacht – und war dort genau am richtigen Ort.

CERN leitet sich ab von „Conseil européen pour la recherche nucléaire“. Dieses Gremium gründete einst die Organisation. Im Englischen heißt sie heute „European Organization for Nuclear Research“, zu Deutsch „europäische Organisation für Kernforschung“. 23 Länder sind am CERN beteiligt, das seinen Sitz in der Gemeinde Meyrin im Schweizer Kanton Genf hat. 3400 Mitarbeiter hat das CERN und ist damit das größte Forschungszentrum der Welt für Teilchenphysik.

Das CERN, also die europäische Organisation für Kernforschung (siehe Info-Kasten) entlockt Naturwissenschaftlern stets ein ehrfürchtiges Staunen. Amelie Coumans, Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG), hat das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik jetzt hautnah kennengelernt.

Die 17-Jährige ist von ihrem Lehrer Dirk Schulz angesprochen worden, sich zu bewerben. 700 weitere junge Leute taten das, aber Amelie Coumans wurde tatsächlich genommen – als eine von 24. Ein Video von sich selbst habe sie einreichen müssen – auf Englisch übrigens – und ein Motivationsschreiben. Dass die THG-Schülerin motiviert bis in die Fingerspitzen war, das merkte ihr schon vor ihrer Abreise jeder an, der in ihre Nähe kam. „Da arbeiten richtig krasse Physiker“, erzählt sie jetzt und hat auch mit ein paar Monaten Abstand noch leuchtende Augen, wenn sie das sagt.

„Krasse Physiker“, wie man sie aus der US-amerikanischen Fernseh-Comedy-Serie „Big Bang Theory“ kennt. Ja, es gebe solche Physiker, die ein wenig dem Klischee „sitzen nur im dunklen Labor und reden mit niemandem“ entsprächen, sagen Amelie Coumans und ihr Lehrer Dirk Schulz. „Kennst du das Licht?“, würde man die dann scherzhaft fragen. Aber Amelie Coumans hat unter ihren Mit-Praktikanten am CERN jede Menge „sozial ansprechbare“ Leute kennengelernt, erzählt sie. Höchst „ansprechbar“ war übrigens auch Prof.

Rolf-Dieter Heuer, ehemaliger Generaldirektor des CERN und einst Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). In letzterer Eigenschaft hat Dirk Schulz den Professor auch schon kennengelernt. Die DPG nämlich zeichnete ihn 2017 als „Physiklehrer des Jahres“ aus. „Ach, Sie sind die aus Waltrop“, begrüßte Heuer dann auch Amelie Coumans, als er sie im CERN traf.

Untergebracht worden seien sie in einem Hostel, und tagsüber ging’s richtig rund: Vorträge gab es und sie durften in das Zimmer schauen, in dem einst das World Wide Web „das Licht der Welt“ erblickte, lernte die Antimatter-Factory kennen, wo zur Antimaterie geforscht wird.

Das CERN verbraucht täglich so viel Strom wie eine Großstadt – das war nur ein Fakt, den Amelie Coumans aufsaugte wie ein Schwamm. Und wenn sie von „ATLAS“ erzählt, einem Teilchendetektor, oder vom „long shutdown“ – so wird die derzeitige Inaktivitätsphase des Teilchenbeschleunigers „Large Hadron Collider“ genannt –, dann ist sie ganz offensichtlich ganz in ihrer Welt.

Die 17-Jährige nickt: „Bald kann ich endlich an die Uni“, sagt sie jubilierend. Erstmal noch im Sommer das Abi machen und dann geht’s zur TU, zum Physikstudium, na klar. Auch das Praktikum in der Zehnten hat sie schon in die Richtung getrieben – das absolvierte sie am sogenannten „DLR School Lab“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Dortmund. Und wenn sie mal schulfrei hat, begleitet sie auch jetzt schon mal gern ein Freund zu Vorlesungen an der Uni.

Scheint so, als sei sie auch eine von diesen „richtig krassen Physikern“…

Cern

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