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Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am THG

Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am THG

Ein Beitrag von Herrn M. Otte:

„Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis etwa anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.“

Dies ist die Inschrift einer Steintafel am zentralen Mahnmal zwischen den Ruinen der Krematorien II und III und den dazugehörigen Gaskammern auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz II – Birkenau. Vor 75 Jahren wurde dieser Ort des Grauens, der heute als größter Friedhof Europas gilt, von der vorrückenden Roten Armee eingenommen.

Im heutigen Erinnern steht dieser Ort als stellvertretende Chiffre für eine kaum benennbare Zahl von Orten, an denen Menschen unter der nationalsozialistischen Ideologie gelitten haben und gestorben sind. Seit 2005 gilt der 27.01., der Tag der Befreiung des KL Auschwitz, als Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Auch die Schulgemeinde des THG versteht ein Wachhalten der Erinnerung an diese Zeit und ihre Opfer als maßgeblich, um für die Konsequenzen von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung zu sensibilisieren und einer Wiederholung von Auschwitz entgegenzuwirken.

Aus diesem Grund erhielten die Schüler*innen der fünften und sechsten Klassen des THG in der Woche vom 20.-24.01. Gelegenheit, sich im Rahmen einer schulinternen und altersgerechten Ausstellung über verschiedene Teilaspekte dieses Kapitels deutscher Geschichte zu informieren. Diese theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema anhand der Ausstellung, die von Frau Berger und Herrn Otte initiiert wurde, wurde durch aktives Gedenken im Rahmen eines Kerzengangs aller Klassen der Erprobungsstufe zu dem Mahnmal für das ehemalige Entbindungs- und Abtreibungslager in Holthausen ergänzt.

Darüber hinaus hielt Dr. Thomas Pfeiffer, Sozialwissenschaftler an der Ruhr-Universität, Referent beim Verfassungsschutz und Extremismusexperte für die Schüler*innen der 9. Klasse und der Q1 sowie für eine Klasse der Waltroper Realschule und externe Gäste einen Vortrag über den Reiz, den die rechtsextreme Szene und Ideologie auf junge Menschen ausübt. Besonders ging er auf subkulturelle Ausdrucksformen wie szenespezifische Kleidung und Musik ein, um für demokratiefeindliche Ausdrucksformen zu sensibilisieren. Die Schüler*innen reflektierten den Vortrag, der von Herrn Otte und Frau Berger in Kooperation mit der VHS und Bürgermeisterin Nicole Moenikes organisiert wurde, als sehr schülernah, spannend und erkenntnisreich.

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