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Zwischen Abi-Stress und Abschiedsschmerz

Zwischen Abi-Stress und Abschiedsschmerz

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Die meisten Klausuren sind geschrieben, langsam macht sich bei den Abiturienten Erleichterung breit. Aber auch ein paar gemischte Gefühle sind dabei…

Alicia Faltejsek, Lisa Scholten und Fynn Mehrens sind gerade aus der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasium ins Freie getreten, an die frische Luft. Die Finger sind vom Schreiben der Geschichts- (Lisa und Alicia) bzw. Sport-Abi-Klausur (Fynn) lahm, der Blick ein wenig erschöpft – aber im Prinzip sind die drei ganz zufrieden. „Nur, dass ich die beiden Leistungskurs-Klausuren an aufeinander folgenden Tagen schreiben musste, das war nicht so toll“, sagt Fynn.

Ihre Lehrer haben sich aber Mühe gegeben, Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, haben zum Beispiel den LK-Pulli getragen. Wie mittlerweile üblich, haben sich auch am THG die Leistungskurse einen Pullover anfertigen lassen. Hintendrauf sind die Namen, vorne ein programmatischer Spruch, für den es ein wenig Insider-Wissen braucht. „Mit Wilhelm I. Geschichte schreiben“ liest man beispielsweise auf dem Kapuzenpulli des Geschichts-LKs. Nicht nur der erste deutsche Kaiser hieß so, sondern das sei auch der Zweitname von Lehrer Markus Wewel, erklären die Schüler. „GetREKt“ steht auf dem Sport-LK-Pulli. Das wiederum spielt mit dem Schul-Kürzel von Sportlehrer Markus Reckzeh (REK) – und mit der Redewendung „get rekt“. „Das stammt aus der Gaming-Szene“, sagt Fynn. Im Videospiel heißt das so viel wie „du wirst zerstört“.

Computer und IT, das ist sein Leib- und Magen- und demnächst auch Studien-Thema. Der 18-Jährige möchte in Venlo studieren – Software Engineering. Der Studiengang befasst sich mit Entwicklung und Einsatz von Software. „Nächste Woche fahre ich die Uni angucken“, erklärt Fynn.

Überhaupt gibt es viele Pläne. Lisa Scholten will nach dem Abi-Ball mit einer Freundin zu einer Rundtour auf Malta aufbrechen. Alicia Faltejsek wird nach Lissabon reisen. Anderen aus der Stufe ist eher nach Party zumute. „Die Flüge nach Mallorca sind schon gebucht, hört man“, sagt Lisa Scholten grinsend.

Der Abiball wird übrigens am 6. Juli in der Stadthalle gefeiert. Vorher muss noch die Abi-Zeitung in Druck gehen, „und ich brauch noch ’n Anzug!“, fügt Fynn Mehrens hinzu. Die Mädels haben längst ihre Abiball-Kleider besorgt, „schon im Januar“. Wobei: „Ich freu mich eigentlich schon seit vier Jahren darauf, das Abiball-Kleid zu kaufen“, gesteht Lisa – damals machte ihr Bruder Abitur.

Sie sucht gleichzeitig ein Zimmer in der Nähe der Universität Twente, denn dort wird die ehemalige WZ-Praktikantin demnächst studieren: Communication Science – Kommunikations-Wissenschaft. „Vorher mache ich noch ein Praktikum bei Ritje Dieckmann“, erzählt die 18-Jährige. Ritje Dieckmann entwirft seit vielen Jahren die Plakate fürs Parkfest.

Alicia ist noch beschäftigt, auf ihrem Handy Nachrichten zu lesen und zu beantworten. „Alle wollen ja wissen, wie die Klausur gelaufen ist.“ Erstmal freut sie sich jetzt auf einen gemütlichen Fernsehabend. Die mündlichen Prüfungen stehen aber noch an; bei Lisa Englisch, bei Fynn Pädagogik, bei Alicia Französisch. Französisch wird auch bei Alicias Wunsch-Studium an der FH Dortmund eine Rolle spielen. Sie möchte „International Business“ studieren – „das geht in die Richtung BWL“, erklärt sie. Und man kann in dem Fach einen deutsch-französischen Doppelabschluss machen.

Werden sie die Schule vermissen? „Jaaaa!“, rufen sie ein wenig wehmütig. „Eigentlich habe ich mich immer gefreut auf den Umbruch, der jetzt kommt“, sagt Fynn. Das sei auch jetzt noch so, aber es mischen sich auch andere Gefühle darunter. „Hier kannte man ja jeden, wusste, woran man ist.“ Spätestens ab Herbst, wenn die Unis den Betrieb aufnehmen, wird das erstmal anders sein…

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