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Schüler bringen ihre Eltern zum Staunen

Schüler bringen ihre Eltern zum Staunen

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Und, was habt ihr in der Schule gemacht?“ In unzähligen Haushalten stellen Eltern täglich ihren Kindern diese Frage. „Kommt doch einfach mal vorbei“, war daraufhin die Aufforderung der Schüler aus dem MINT-Projektkurs „Zukunftsingenieure“ am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG).

Da staunten die Eltern nicht schlecht – und so mancher mag sich auch klammheimlich eingestanden haben, nicht mehr mitgekommen zu sein bei dem, was die jungen Leute präsentierten.

Zwei Q2-Schülerinnen etwa stellten ihr Warnsystem für die Schädlingsbekämpfung vor. Sie hatten eine eigene Messreihe durchgeführt, um Aktionspotenziale bei Pflanzen – in diesem Fall bei Venus-Fliegenfallen und bei Mimosen – zu testen. Denn, so der Gedanke, wenn man mehr über diese Aktionspotenziale – so etwas wie Nervenimpulse – wüsste, dann könnte man auch den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat besser dosieren. Derart souverän warfen sie mit Fachbegriffen wie „semipermeable Membran“ um sich, dass mancher mit den Ohren schlackerte.

Ein weiteres Projekt sind die „Sandspiele 2.0“. Dazu haben Thomas Ruhnau und Levi Wachovius einen Tiefensensor, wie er in Videospielkonsolen verwendet wird, verwendet, um – stark vereinfacht gesagt – Sandkästen zu beleuchten. Der Sand wird unterschiedlich hoch angehäuft, und je nachdem, was der Tiefensensor misst, wird per Beamer eine andere Farbe daraufgestrahlt. So ähnlich kennt man das aus Geografiebüchern und Atlanten.

Ein weiteres Schülerteam widmete sich dem Thema „Dimples“, also den kleinen Dellen, die zum Beispiel Golfbälle haben. „Könnte man nicht die Verringerung des Luftwiderstands, den die Dimples bei Golfbällen bewirken, auch für andere Zwecke, etwa für Autos, ausnutzen?“, war ihre Frage, die sie mithilfe eines Windkanals beforschten.

Die Schüler schilderten ihre Projekte, aber auch die Hindernisse, die sich dabei auftaten. Wenn die 3D-Drucker nicht so druckten, wie sie sollten und bei einem Sechs-Stunden-Druck 20 Minuten vor Schluss mit Fehlermeldung abbrachen. Ein anderes Thema: „Wir brauchen Geld.“ Abhilfe könnte u.a. der Wettbewerb „Digiyou“ schaffen, der innovative Unterrichtsprojekte zum Thema „Digitalisiere Deine Zukunft“ honoriert. Die erste Runde haben die Schüler mit dem „Sandkasten“-Projekt geschafft, dafür gab es 500 Euro – und vielleicht ja noch mehr in der nächsten Runde.

Drei Projekte des Kurses sollen zudem beim Wettbewerb „Jugend forscht“ angemeldet werden.

Der Projektkurs weist übrigens weit über das Schulleben hinaus. Ein Schüler werde beispielsweise demnächst ein Duales Studium bei Audi absolvieren, erklärt Lehrer Dirk Schulz. Dass der Schüler sich entsprechendes Fachwissen im Kurs draufgeschafft hat, brachte ihm Punkte im Bewerbungs-Prozess. Und das gelte eigentlich für alle Projekte, so Dirk Schulz. „Die Schüler haben in Vorstellungsgesprächen echt Vorteile“, betont er den berufsvorbereitenden Charakter.

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