Willkommen auf der Webseite des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Waltrop!

Anfangs unterrichteten am THG nur zwei Lehrer

Anfangs unterrichteten am THG nur zwei Lehrer

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Ein ereignisreiches Jahr liegt vor dem Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), das das Jubiläum zum 50. Geburtstag gebührend feiert.

Rückblende: Der politische Wille, in Waltrop ein Gymnasium zu errichten, fiel schon ein Jahr zuvor. Am 14. April 1967 beschloss der Rat der Stadt einstimmig, ein neusprachliches Gymnasium für Jungen und Mädchen zu gründen. Denn bis dahin mussten „die klugen Köpfe Waltrops“ auf die Gymnasien in den Nachbarstädten Datteln oder Lünen ausweichen.

Noch bevor die ersten „Sextaner“, wie die heutigen Fünftklässler zur damaligen Zeit hießen, eingeschult wurden, war mit Peter Kelter der erste Direktor bereits gefunden. Wenig später stieß mit dem Dattelner Wilhelm Schepers, der bis dahin in Bochum unterrichtete, ein zweiter Lehrer hinzu.

Am 9. August 1968 war es dann soweit. Mit den beiden Lehrern und 102 Kindern ging das THG an den Start. Allerdings noch nicht in den heutigen Räumlichkeiten. Da 1968 alle Volksschulen aufgelöst wurden, fanden die ersten Unterrichtsstunden in der Wichernschule – zuvor eine Volksschule, heute ist dort die Realschule – statt.

Dass der Bedarf für ein Gymnasium in Waltrop zweifelsfrei vorhanden war, sah man an ständig steigenden Schülerzahlen. Bald platzten die Räumlichkeiten der Wichernschule aus den Nähten. So wurde ein Neubau beschlossen. Anfang März 1969 erfolgte der erste Spatenstich zum heutigen Gebäude. Die große Einweihungsfeier und der damit verbundene Auszug aus der Wichernschule erfolgte am 17. Oktober 1970.

Dem ersten Bauabschnitt, der heute die renovierten naturwissenschaftlichen Räume beherbergt, folgte zwei Jahre später ein zweiter. Doch bald zeigte sich, dass das THG mehr Räume benötigte. So folgte 1976 ein weiterer Anbau – der heutige Oberstufentrakt und die Aula. Ein Jahr später wurde eine zweite Zweifachturnhalle erstellt. Die Baukosten für alle drei Bauabschnitte bezifferten sich auf rund 11,5 Mio. DM.

Die ersten Reifezeugnisse wurden am THG bereits 1975 an 22 ehemalige Realschülerinnen und -schüler verteilt, die das „Gymnasium als Aufbauform für Realschulabsolventen“ besucht hatten. Die ersten „echten“ THG-Abiturienten folgten zwei Jahre später, als 111 Schüler, die von Beginn an das THG besucht hatten, das Reifezeugnis ausgehändigt bekamen.

In den Gründerjahren war auch am THG der Samstagsunterricht noch an der Tagesordnung. Dieser Umstand war nicht zuletzt dem Lehrermangel geschuldet. So unterrichteten beispielsweise in naturwissenschaftlichen Fächern Lehrkräfte der Westfälischen Hochschule Recklinghausen an ihrem freien Samstag. Ende der 1980er-Jahre wurde der Samstag dann nach und nach als Schultag abgeschafft.

Ein spannendes Projekt bot das THG den „Pennälern“ dann 1986 an, als die Einrichtung eines bilingualen Zweiges in Französisch angeboten wurde. Seit dieser Zeit gibt es auch einen regen Austausch mit einer Partnerschule in Cesson-Sévigné.

Der bilinguale Zweig lief jedoch im Jahre 2008 aus, da sich nicht mehr genügend Schüler dafür interessierten. Dennoch bietet das THG bis heute mit „Französisch Plus“ einen Schwerpunkt im sprachlichen Bereich an.

Die Geschicke des THG in der spannenden Schulgeschichte leiteten Peter Kelter (1968 bis 1991), Dr. Paul Jacobs (1991 bis 2012), dann kommissarisch Jürgen Sarpe (2011 bis 2012) und Melanie Awadalla (2013 bis 2014) sowie seit 2014 Sonja Leukefeld als Direktorinnen bzw. Direktoren.

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