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Hightech-Tetrapaks düsen in die Zukunft

Hightech-Tetrapaks düsen in die Zukunft

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Keine Frage – ein bisschen sehen die Autos so aus, als hätte man sie mit dem gebaut, was man beim gleichzeitigen Ausfegen von Werkstatt und Küche so alles findet. Leere Saftpackungen, ein bisschen Draht, Holzstäbchen, Papier, ein paar Leuchtdioden… Kann man daraus ein Stück Zukunft bauen? Man kann, das zeigen Schüler des Waltroper Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) und des Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasiums Marl (ASGSG). Plötzlich düsen Hightech-Tetrapaks, die sogar blinken und hupen können, durch die THG-Aula. Im übertragenen Sinn kann man auch sagen: In die Zukunft.

Es ist Mittwochmittag und bis zu den Ferien nur noch zwei Tagen hin. Und doch geben Schülerinnen und Schüler in fünf Fünferteams noch einmal alles: Autos, ein Luftkissenfahrzeug und ein Nachbau der berühmten „Titanic“ entstehen aus Schülerhand, auf dem Schiffsmodell soll sogar ein Figürchen wie einst Kate Winslet im weltberühmten Film der Sonne entgegenschmachten. Und vor allem: Spaß machen darf das Ganze natürlich auch.

Martin Hölscher betrachtet es mit Begeisterung: Er ist als Repräsentant des VDE Rhein-Ruhr nach Waltrop gekommen. Hinter den drei Buchstaben steht der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, und Informationstechnik – Hölscher hat das Sammelsurium aus Werkstatt und Küche in „Überraschungstüten“ mitgebracht. Und so heißt der Wettbewerb für die Mixed-Teams aus beiden Gymnasien schlicht und ergreifend „MINT in Tüten“. M athe, I nformatik, N aturwissenschaften, T echnik, das sind die „Big Four“ unter den Unterrichtsfächern, die jungen Menschen schon in der Schule den Hintergrund vermitteln sollen, um später zu den Fachleuten zu werden, die die Wirtschaft braucht. Zum Beispiel eben im Bereich Elektro- oder Informationstechnik.

Buchstäblich scheint dazu jedes Mittel recht zu sein, wenn man sich mit einem Augenzwinkern noch einmal den Inhalt der MINT-Tüten vor Augen führt. „Es ist wirklich nicht einfach, daraus etwas zu bauen“, sagt Julian Emmerling, der an dem Auto mitwirkt, das am Ende als bestes gekürt wird. Zur Ehrenrettung der „MINT-Tüten“ des VDE muss allerdings gesagt werden, dass vorher ausprobiert worden ist, ob sich aus dem Material (wir erinnern uns ans Ausfegen von Werkstatt und Küche) auch tatsächlich etwas konstruieren lässt.

An Fachwissen, Fantasie und Improvisationsvermögen der Schüler liegt es nicht, dass nicht alles hundertprozentig geklappt hat. Schließlich ist ein Zeitlimit von nur drei Stunden gesetzt, dann müssen die Schüler aus den Klassen 8 bis 10 fertig sein. Klar ist, dass die Tetrapak-Boliden nicht ansatzweise Design-Preise gewinnen – die Technik muss stimmen. Am Ende des Wettbewerbs lässt auch das Siegerteam Federn, von den „Felgen“ aus Holzkügelchen lösen sich die „Reifen“, irgendwelche schwarzen Gummis.

„Der Kleber hat nicht so richtig gehalten“, verrät einer der Schüler. Kleiner Gruß aus der analogen Welt, möchte man meinen.

Tüten 3 Tüten 2

Nicht designpreisverdächtig, aber ein Auto besonderer Art: Wer hätte gedacht, dass man einer leeren Saftpackung per Fernsteuerung das Fahren beibringen kann? (V. li. des Beitragsbildes) Philipp Bronzel, Cem Bunse, Stella Weidinger, Julian Emmerling und Cedric Schalla haben das geschafft und mit ihrem Gefährt den Wettbewerb gewonnen.

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