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Extra-Abi-Prüfung, wenn andere schon feiern

Extra-Abi-Prüfung, wenn andere schon feiern

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Kaum waren die Prüfungen in diesem Jahr vorbei, starteten viele junge Abiturienten aus Waltrop in den wohlverdienten Urlaub, oder auf zu endlos langen Partynächten, um das Ende des Lernens und der Schulzeit zu feiern. Zwei Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) mussten dabei allerdings erstmal passen. Sie haben nämlich bei den diesjährigen Abiturprüfungen eine Extra-Runde gedreht. Und das hat keineswegs etwas mit Nachsitzen zu tun. Im Gegenteil.

Felix Glatzel (18) und Hendrik Wolters (18) haben sich dazu entschieden, eine extra Abitur-Prüfung abzulegen. Und die fand eine Woche nach den offiziellen Abitur-Klausuren und mündlichen Prüfungen statt. „Das ist das erste Mal, dass das Schüler am THG gemacht haben“, sagt Schulleiterin Sonja Leukefeld. Die beiden jungen Waltroper hatten es also bei ihrem Abschluss nicht mit vier abiturrelevanten Fächern zu tun wie ihre Mitschüler, sondern mit fünf. „Die Prüfung bestand aus einer wissenschaftlichen Dokumentation über 18 Seiten und einer mündlichen Präsentation mit Fragen“, erklärt Felix Glatzel.

Aufmerksam gemacht auf diese „besondere Lernleistung“, wie es offiziell heißt, wurden die beiden von ihrem Physiklehrer Dirk Schulz. Mit ihm hatten sie im Projekt-Kurs bereits viel Zeit in ihre eigenen wissenschaftlichen Projekte gesteckt: Hendriks Steckenpferd war dabei der 3D-Druck, bei Felix war es die Datenerfassung beim Bio-Meiler. Und um diese beiden Projekte drehte sich schlussendlich auch die zusätzliche Abiturprüfung der beiden. „Man hat ja ohnehin sehr viel Zeit in die Projekte investiert. Und dass das jetzt auf dem Abiturzeugnis erwähnt wird, ist eine besondere Wertschätzung“, sagen sie.

Gerade die zusätzliche mündliche Prüfung mit der Präsentation vor vier Lehrkräften hat den zweien zunächst zu schaffen gemacht. „Das ist eine Prüfungssituation, klar ist man da nervös“, sagt Felix. Alle Mühe und zusätzliche Arbeit hat sich aber ausgezahlt: Beide haben in der Extra-Prüfung die Höchstnote, eine eins plus, erhalten. „Das war schon hart, dass wir noch lernen mussten, als die anderen schon in den Urlaub gefahren sind und gefeiert haben“, sagen die Waltroper. Doch rückblickend sind sie mit ihrer Entscheidung zufrieden und würden auch künftigen Abiturienten, die besondere Leistungen erbracht haben, dazu raten.

Inwieweit sich die Zusatz-Leistung auf ihre Abiturnote auswirken wird, wissen Felix und Hendrik noch nicht. Wie alle Abiturienten warten sie ja derzeit auf ihre Noten. Fest steht aber: Schon allein ihre beiden Projekte haben ihnen einiges gebracht. Zum Beispiel die Entscheidung fürs Studienfach. Während Hendrik Maschinenbau studieren möchte, plant Felix ein Studium der Elektro- und Informationstechnik aufzunehmen.

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