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Ersatzteil selbst mit 3D-Drucker nachgebaut

Ersatzteil selbst mit 3D-Drucker nachgebaut

Ein Beitrag aus der Waltroper Zeitung:

Es sind Schüler wie Jan Lehmann (15), die Dirk Schulz und Dr. Marcel Donner, Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht bringen. Einer, der vom MINT-Fieber angesteckt wurde. MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, und in diesen Bereichen gibt es am THG viele Möglichkeiten, sich und die Welt der Technik und Naturwissenschaften auszuprobieren.

Aber zurück zu Jan Lehmann. Als an einem der drei Wasserspender am Gymnasium ein Gitter abhandenkam, auf das man ein Glas oder eine Flasche während des Zapf-Vorgangs stellen kann, da überlegten sich seine Lehrer: Da könnte man doch mit dem 3D-Drucker was machen. 3D-Drucker sind im Besitz der Schule, Jan Lehmann aber hat sogar einen zu Hause. „Ich habe als Hobby Modellflug“, sagt der 15-Jährige. Manches Teil beim Modellflug lässt sich eben mit einem 3D-Drucker einfacher erstellen als in Handarbeit.

Und was den Wasserspender angeht, Dr. Marcel Donner hat sich erkundigt: 50 Euro hätte das Ersatzteil gekostet. Mit dem 3D-Drucker nachgebaut war es einen Bruchteil so teuer.

Ganz nebenbei hat Jan Lehmann auch noch ein paar Lerneffekte mitgenommen. Dirk Schulz ist begeistert, wie schnell sich der Schüler ins CAD-Programm (computer-aided design, rechnergestütztes Konstruieren) und ins 3D-Drucken eingearbeitet hat. Das kommt jetzt übrigens auch dem Hausmeister am Gymnasium zugute. Ein Teil eines Staubsaugers war kaputt gegangen – eine Art Plastik-Adapter. Jan Lehmann fackelte nicht lange und baute das nach. „Am Freitag habe ich ihn drum gebeten, am Samstag war das Teil schon fertig“, staunt Dirk Schulz.

Der Förderverein ist ebenfalls begeistert vom Engagement und ließ 25 Euro für einen Amazon-Gutschein springen – unter anderem, weil Jan Lehmann schließlich auch Materialkosten hatte. Filament heißt der Rohstoff, mit dem der 3D-Drucker gefüttert wird. Der Schüler wählte sogar eine Variante, die auf Milchsäure basiert: „Das ist nachhaltiger als die Sorten, für deren Produktion man Erdöl braucht“, sagt der Schüler.

Ob Jan Lehmann später auch beruflich eine solche Richtung einschlagen wird? Ganz genau wisse er das noch nicht, sagt der 15-Jährige, aber: „Irgendwas mit Ingenieurwesen wird’s bestimmt.“

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