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Die Hightech-Tüftler vom Gymnasium

Die Hightech-Tüftler vom Gymnasium

Ein Beitrag von Waltroper Zeitung:

Sie überwachen Müllcontainer mit Ultraschall, träumen von Brennstoffzellen: MINT-Schüler am THG haben einiges vor.

Der Bereich MINT ist einer von vier Säulen am Waltroper Gymnasium, auf die sich die pädagogische Arbeit stützt: Kultur, Sport, Sprachen – und eben MINT.

Sie sind die “Goldesel” des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG), die Mitglieder des Projektkurses MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) unter Leitung von Dirk Schulz. Immer wieder prasseln zwar nicht Goldstücke, aber doch erhebliche Geldmengen aufs Gymnasium. Der Kurs für Q1- bzw. Q2-Schüler ist gut für außergewöhnliche Ideen, und das belohnen Stiftungen und Sponsoren gern. 40.000 Euro hat beispielsweise die Heraeus-Stiftung locker gemacht. Schließlich sind es aber auch bisweilen Hightech-Projekte, die die Schüler aushecken.

Ein RC-Car (radio controlled car, ferngesteuertes Auto) braust zum Beispiel über Schulhof und Gebäudegänge. Der Traum wäre, es mit einer Brennstoffzelle fahren zu lassen. Die Technik ist aber teuer – gut also, dass es Sponsoren gibt. Gemeinsam mit der Waltroper Firma Hase Bikes haben zudem Schüler ein Drift-Bike, ein Dreirad mit Elektro-Antrieb, konstruiert.

Neben all der Technik steht auch eine kleine Topf-Rose im MINT-Raum: Dilara Köz, Cedric Schalla und Alex Enderlin haben ihr Sensoren verpasst, die die Vitalfunktionen der Pflanze messen: Bodenfeuchte, Temperatur, Luftfeuchtigkeit. In einem selbstgeschriebenen Programm haben die Schüler festgelegt, welche Werte gegeben sein müssen. Steht nun das Röschen auf dem Trockenen, geht ein Lämpchen an. Das könne man dann in einem weiteren Schritt mit einer Bewässerung kombinieren, erklären die Schüler.

Eine weitere Gruppe hat einen Schimmel-Warner entwickelt, der unter Duschtassen installiert werden kann. Einer der Schüler hat das leidlich bei sich in der Familie erleben müssen und sann danach auf Abhilfe.

Dann ist da noch der „smarte Mülleimer“: Ein Ultraschall-Sensor misst den Füllstand zum Beispiel in Altkleider- oder Glascontainern. Ist der Container voll, gibt es – zum Beispiel über LoRaWAN (Long Range Wide Area Network; ein Netzwerk zum Senden von Daten) – ein Signal, und das Leerungs-Fahrzeug kann passgenau statt auf Verdacht losfahren. Was dieses Projekt angeht, so hätten sie nun auch Kontakt zum Fraunhofer-Institut in Dortmund, erklärt Lehrer Dirk Schulz. „Die forschen auch daran.“

Und dann ist da noch ein Stromspeicher in Pflanzen und Steinen, an dem Christian Ruhnau und Erik Störbrock arbeiten, und Lars Stockhaus tüftelt daran, CO2 aus der Umwelt mithilfe von Laugen zu absorbieren.

Es klingt ganz so, als würde man von dem einen oder anderen – dann als Ingenieur oder Wissenschaftler – noch mal hören…

Waltroper Zeitung 02.11.2020

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